Rasselmania Vernissage Hinrichsmeyer 2016-02-26 041

STATE OF THE ART 3D

Hinrichsmeyer & Friends

26. Februar bis 28. Februar 2016
05. März bis 06. März 2016
3D-Visualisierungskunst

Seine Motive entdeckt Hinrichsmeyer auf seinen Streifzügen durch die Städte bevorzugt Hannover aber auch international. Alternde Fassaden, verlassene Ladengeschäfte oder Kinos werden festgehalten und im Atelier kreativ bearbeitet und neu arrangiert. Die Einbindung von Straßenschilder, Leuchtreklamen, Werbeplakate und Automaten drücken oft gesellschaftskritisch den Zeitgeist wirkungsvoll aus. Stilelemente sind immer leere Bierflaschen, gealterte Fahrräder und oft verrostete herrenlose Einkaufswagen. Alle Motive lassen sich nach recherchieren. Oft finden sich dabei interessante Detailinformationen, die im Bild verarbeitet werden können.

Abstrakte Bilder oder Porträts habe Ihn persönlich nie fasziniert. Nie stellte sich die Sinnhaftigkeit eines Bestrebens zur künstlerischen Betätigung in diesem Zusammenhang. Alles was sich in Fotografien darstellen lässt findet er oft interessant auch wichtig und schön, reizte den Künstler aber nicht soweit um initiativ zu werden. Aus der beruflichen Tätigkeit als Designer entwickelte sich über Jahrzehnte die Vorliebe zur Darstellung vom Objekten mittels Computertechnologien. Diese neuartigen Technologien schienen Ihm in der Kunst noch nicht vollständig angekommen und akzeptiert. Damit reifte in Ihm der Plan hier neue Wege zu gehen und seine Vorlieben in dieser Technik anzuwenden und in großformatigen Bildern umzusetzen.

3D-Visualisierung
Die Werke des Künstlers sind keine Fotocollagen, sondern aufwändig im Computer in CAD nachkon-struierte Szenen. Die Fotomotive dienen hierbei nur zur Orientierung und teils zur Texturierung der nachgebauten Objekte. Dadurch lassen sich alle Einzelobjekte der gesammelten Szenen neu arran-gieren und komponieren und finden sich in Variationen in unterschiedlichen Werken wieder.

Virtual Reality
Aus dem Computeraufbau resultiert folgend auch die virtuelle Begehbarkeit mittels modernster Technologie in die virtuelle Realität. Hinrichsmeyer und sein Team nutzen diese innovativen Möglichkeiten um die Werke in neuartigen Dimensionen erlebbar zu machen. Der Betrachter bleibt dabei nicht ver-weilend vor dem Bild, sondern wird vom Bild völlig umgeben. Räume und Einzelheiten arrangieren sich so zu einem vollständig neu erlebbaren drei dimensionalen Kunstwerk.

Virtual Reality – dieser Begriff ist nicht gerade neu. Bereits Anfang der 90er gab es erste Ansätze zur Umsetzung, die jedoch erst durch heutige Entwicklungen möglich gemacht werden können. Dazu gehört zum Beispiel die optische Darstellung mittels modernster Head Mounted Displays, also Geräte, die dem Nutzer eine künstlich geschaffene Welt suggerieren, und das sogar ganz einfach über das Smartphone. Die Bandbreite rangiert hierbei von einfacheren Applikationen für Geräte wie Google® Cardboard bis zur modernsten PC-gestützten Lösung mit der Oculus Rift®.

3D-Scan
Mit einem 3D-Scanner wird der Kunde dreidimensional erfasst, um davon eine realistische Porträtfigur zu erstellen. Der Scanner liefert nicht nur einfarbige Vorlagen, sondern auch realistisch texturierte 3D-Dateien zur bildlichen Weiterverwertung.

Für beliebig farbig texturierte Drucke schichten Maschinen Modelle aus ganzen Packungen gewöhn-lichen Schreibpapiers auf. Für jede Schicht druckt zunächst ein konventioneller Tintenstrahlkopf einen farbigen Horizontalschnitt durch das Objekt aufs Blatt, wobei die Spezialfarbe die gesamte Dicke des Papiers durchdringt. Dann trägt die Maschine auf die Schicht darunter flüssigen Leim in Form des Objekts auf, setzt dann erst das farbig bedruckte Blatt drauf, presst es an und schneidet mit einem Messer den unverklebten Teil des Blatts entlang der Modellkontur ab. Ist das Objekt komplett aufgebaut, wird das überschüssige Papier entfernt und das Werkstück noch mal in Kunstharz getränkt.

Die Ausstellung wird gefördert durch die Sparkasse Hildesheim.

Vernissage:
Freitag, 26. Februar, 19:00 Uhr
Der Künstler ist anwesend.
Grußworte: OB Dr. Ingo Meyer
Einführung: Michael Stoeber, Kunstkritiker
Zur Vernissage spielt Florian Betz, Marimbaklänge

Aussteller:
Prof. Franz Hinrichsmeyer
Incredible Sheep
Druckerei Funke Hannover
HRD Reprodienst Hannover

Weitere Informationen:
Flyer (PDF)
Poster (PDF)